Autor Thema: Abschirmungen auf den Leiterplatten und Störgeräusch bei 14120kHz  (Gelesen 4076 mal)

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Antw:Abschirmungen auf den Leiterplatten
« Antwort #15 am: 14. Februar 2019, 20:12:58 »
Hallo Reto,
ich habe den Störer lokalisiert und zwar genau in dem Bereich des TFT Boards den wir für den VFO-Encoder
ausgeschnitten haben.
Ich kann nur noch nicht sagen ob es der Folienleiter zwischen UI und TFT ist der da strahlt oder das TFT Board allgemein.

Edit:
der Störer ist an der Prozessorseite die zu der unteren Tasterreihe zeigt am stärksten und dann rechts am Display-RAM CY62157 nochmal
besonders ausgeprägt. Das überträgt sich dann auf den Folienleiter bis hin zum Display.
mal gucken ob ich das mit Kupferfolie in den Griff bekomme...
« Letzte Änderung: 14. Februar 2019, 20:23:27 von Gast »

Offline hb9trt

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Antw:Abschirmungen auf den Leiterplatten
« Antwort #16 am: 14. Februar 2019, 23:45:25 »
Hallo Gast

Gute Arbeit!

Dann kann es gut sein, dass mit dem Gehäuse, dem eingebauten Encoder sich die ganze Sache verstärkt.

Dann ist also das display der Verursacher... Wie fast immer  :)

Das gibt jetzt ein wenig bastel.... Hihi. Aber vielleicht kriegen wir das hin.

Gruss Reto

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Antw:Abschirmungen auf den Leiterplatten
« Antwort #17 am: 15. Februar 2019, 06:44:06 »
Hallo Reto,
ich denke es ist eher der Prozessor mit dem RAM hinten dran.
Da laufen ja ständig die Daten fürs Display zusammen und dann den Folienleiter rauf.

Ich ziehe nachher mal das Display am Folienleiter ab. Mal schauen wie das dann stört.
Das wird bestimmt nicht einfach das zu dämpfen.
Unter der UI ist ein dickes Blech.
Der STM auf der UI ist mit einem Kupferdeckel versehen.
zwischen Display und der UI ist wieder ein dickes Blech  :-[
Was soll man da noch machen?

Ich bastle mir gleich mal eine Messingfolie zurecht die ich beidseitig mit Paket-Klebeband isoliere
und dann lege ich diese auf die UI - prozessorseitig - plan auf und lege sie an den 4 Ecken an GND.
Dann noch eine Messingfolie um den Folienleiter zum TFT.
Ein Flachbahndkabel-Ferritkern geht leider nicht, da ist kein Platz unterm Display.

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Antw:Abschirmungen auf den Leiterplatten und Störgeräusch bei 14120kHz
« Antwort #18 am: 16. Februar 2019, 16:58:03 »
nun.... ohne Display ist es unverändert zu hören.
Ohne Folienleiter - den habe ich direkt an der UI aus dem ZIF Sockel gezogen - ist es ebenfalls unverändert zu hören!

also strahlt die UI das Signal weiterhin, irgendwie ab.
Ich habe im Moment keinen blassen Schimmer wie.
Zwischen UI und DSP Board ist das dicke Blech und zur RF Baugruppe nochmal eins.

Ob das leitungsgebunden ist?
Ich fürchte fast.
Das muss ich mir mit dem Oszi anschauen.

Edit:
der Bereich auf der RF Platine wo auch der Preamp sitzt (direkt an MMCX Buchse auf der Löt/Unterseite) ist vollkommen ungeschirmt.
Wenn ich ein Kupferblech über den Preamp lege, ist der Störer fast nicht mehr wahrzunehmen.
Ich versuche dass jetzt mal stabil anzubringen.
« Letzte Änderung: 16. Februar 2019, 17:17:45 von Gast »

Offline hb9trt

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Antw:Abschirmungen auf den Leiterplatten und Störgeräusch bei 14120kHz
« Antwort #19 am: 16. Februar 2019, 18:10:43 »
Hast du den Störer nur mit Preamp? Ich habe den auch ohne.
Es ist natürlich möglich dass er über eine Leitung kommt. Aber wenn ich deine Experimente so betrachte, dann wäre es doch möglich, dass er den Luftweg nimmt.

Gruss Reto

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Antw:Abschirmungen auf den Leiterplatten und Störgeräusch bei 14120kHz
« Antwort #20 am: 16. Februar 2019, 18:37:18 »
der ist nicht zu packen....
hab mal versucht eine Kupferfolie so am Preamp hinzubringen dass es stabil ist, aber sobald ich
das etwas bewege ist der Störer sogar stärker.
Ich denke jetzt auch dass er über die Luft kommt, also nicht leitungsgebunden übertragen wird.

Ohne Preamp ist der so schwach dass es nicht der Rede wert ist....
Mit aber doch schon deutlich.
Eventuell koppelt das in den beiden Relais ein die den Preamp links und rechts flankieren.

EDIT:
bringe ich ein in der Hand gehaltenes Kupferblech, welches nicht an Ground hängt, in die Nähe
von dem linken Preamp-Relais (von rechts in den Tulipan geschaut -> also wenn man praktisch am Taster "Tune" senkrecht nach unten guckt),
wird das Zwitschern auf 14119kHz massiv stärker.

ich denke mal es koppelt dort irgendwie ein.
Direkt über dem Relais sitzt der Mischer rund um den Potato....  mhh...

Eine Kupfer-Kapsel über das betreffende Relais (siehe oben) dämpft den Störer um 10db!!

« Letzte Änderung: 16. Februar 2019, 19:09:27 von Gast »

Offline hb9trt

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Antw:Abschirmungen auf den Leiterplatten und Störgeräusch bei 14120kHz
« Antwort #21 am: 16. Februar 2019, 23:36:50 »
Hallo Gast,

Hmm, 10dB würde ich gut merken. Da meine Konstellation sicher anders ist, also Bleche nicht genau gleich etc. Darum habe ich den Störer lauter.

Ich werde dann auch mal etwas abschirmen. Zuerst aber mal etwas Moos über den Tulipan wachsen lassen. Irgendwann wird dann HB9JBL mit seinem Tulipan kommen. Er hat mit der dsp Platine begonnen. Nicht wie ich mit der Ui.
Es fehlen noch ein paar Teile. Mouser hat falsche geliefert, auf der Tüte korrekt, Inhalt falsch.
In der Lieferung für den Sparrow war eine Tüte, korrekt angeschrieben, Trocknungssack und Indikator drin... IC aber nicht  :'(

Tja, 2. Mal reklamieren innerhalb 1 Woche.

Gruss Reto

Offline hb9trt

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Antw:Abschirmungen auf den Leiterplatten und Störgeräusch bei 14120kHz
« Antwort #22 am: 19. Februar 2019, 22:41:30 »
Also jetzt habe ich gerade was sehr komisches festgestellt.

Wenn ich ohne Pre1 arbeite, dann habe ich das Geräusch auf 14.121 mit fast S8...

Passender Film hier:
https://cloud.starnet.ch/s/CbqdPYZXW6DPDpN

Und wenn ich den PRE1 einschalte, dann ist es wesentlich ruhiger (ca. S2).

Filmchen hier:
https://cloud.starnet.ch/s/b9ksroqioJPfs3w

Man könnte nun meinen, dass wieder mal der Transistor defekt ist. Aber nein, der läuft 1a. Ich habe dies dann schnell überprüft und ein -115dB Signal eingespiesen. Mit Pre1 war es deutlich ohne kaum zu hören.

Der Signalweg ist anders. Haben wir da auf der "Umschlaufung" des Vorverstärkers die Einstrahlung?. Also grundsätzlich ist ja auch mit PRE was vorhanden, aber das ist massiv weniger als ohne. Damit kann man grundsätzlich leben. Halt den PRE einschalten wenn es ruhiger sein soll...etwas was ich bisher nie tun musste ;) Das bewirkte bis jetzt eher das Gegenteil.

Ich bin nicht mehr 100% sicher, aber ich meinte, dass das Geräusch auch sehr laut ist, wenn ATT eingeschaltet wird. Wir können uns also da mal einkrallen. Vielleicht ist es wirklich sowas.

Gruss
Reto




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Antw:Abschirmungen auf den Leiterplatten und Störgeräusch bei 14120kHz
« Antwort #23 am: 20. Februar 2019, 05:34:02 »
Gute Beobachtung Reto.
Ich habe wirklich die Relais in Verdacht die links und rechts vom Preamp sitzen.
Gehe da mal mit einem Stück Blech hin welches nicht an GND liegt.
Der Störer wird noch lauter.
Ich habe ja deshalb Kupferkapseln um die Relais gedengelt.....das hilft schon mal
Die müssen natürlich an GND liegen.

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Antw:Abschirmungen auf den Leiterplatten und Störgeräusch bei 14120kHz
« Antwort #24 am: 25. Februar 2019, 19:18:48 »
Adolf und ich haben unabhängig voneinander festgestellt dass der Störer stärker wird wenn man den äußeren Gehäuse-Deckel
aufsetzt. Das deckt sich auch mit der Beobachtung vom Reto der ein starkes Signal bei seinem zugeschraubten Tulipan sieht (und hört)

Es scheint also die HF im Gerät zu vagabundieren.
Es ist dabei egal ob die Seitenwände drin sind, oder nicht.
Auch das Abschirmen des Preamp-Relais war letztendlich leider nicht zielführend.

Die Quelle des Störers liegt laut meiner Messung eindeutig auf der UI und zwar scheint es der Datenstrom vom Prozessor
zum Display-RAM zu sein. Ob ein Display angeschlossen ist, spielt keine Rolle.
Trennt man das MMCX Kabel von der DSP Unit zur PA Platine ist das Störgeräusch bei -118dB und fast nicht mehr zu hören.
Dreht man Scale Pan im Menü voll auf, kann man ihn aber noch sehen.
Der Störer koppelt also mit ziemlicher Sicherheit in die untere Leiterplatte (PCB #1) ein - zumindest wird er dort verstärkt.

Bei meinen Experimenten ist kein DS18B20 Temperaturfühler angeschlossen. Die Verbindung zur UI fehlt im Moment.

Das sind bisher die Fakten die wir haben.....

Wie verhindern wir das Einkoppeln in die PA Paltine PCB#1?

EDIT:
wenn ich mir das so betrachte ist der eloxierte Gehäusedeckel nicht an Schaltungs GND!
Vielleicht sollte man dort zuerst ansetzen und das Teil sauber an GND legen.
Also irgendwo blank machen und mit einem dicken Leiter oder Masseband an GND bringen.
Den VFO Geber auch nicht außer Acht lassen - der ist sicherlich auch nicht sauber an Masse.

EDIT2:
mache ich links am Gehäusedeckel etwas blank und verbinde die blanke Stelle
mit einer der direkt daneben liegenden Durchgangsschraube (siehe Bild), die den Sandwich zusammen hält,
kann ich auf dem Spektrum sehen wie der Peak des Störers zusammenbricht.
Das könnte der richtige Weg sein!

Und: Die beiden Gehäusehälften greifen an der Längs-Kante wo sie sich berühren ineinander.
Da Eloxal sehr gut isoliert könnte man hier ja mal die inneren Kanten mit dem Dremel etwas
blank machen, so dass sie guten Kontakt haben (siehe Bild) - am besten natürlich auf beiden Seiten.

Richtig perfekt wird es wenn man die Gehäusehälften auf der Innenseite über die gesamte Breite dort blank macht
wo die Abschirmbleche entlanglaufen. Man muss dann aus Weißblech einen schmalen, abgewinkelten Streifen
der Länge nach anlöten damit er am Gehäuse innen anliegt. Dadurch ist ein niederohmiger Übergang gewährleistet.


Quelle original Bild: Artur-SP3OSJ mit Ergänzungen von mir
« Letzte Änderung: 25. Februar 2019, 19:43:15 von Gast »

Offline hb9trt

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Antw:Abschirmungen auf den Leiterplatten und Störgeräusch bei 14120kHz
« Antwort #25 am: 25. Februar 2019, 21:51:42 »
Hallo Gast

Da bist Du schon mächtig dran. Ich denke es macht sinn, dass auch die obere Gehäuse Hälfte gut auf Masse liegt. Ev die Seitlichen Bleche nicht vergessen. Die sind zwar mit 4 Schrauben mit dem Geäuse verbunden, aber nur Punktuell und auch nicht wirklich gut (nicht blank). Nun, wenn ich an den K2 von Elecraft denke, was ich da Lack abgekratzt hatte und mit Sandpapier polierte... das hat was. Denn da waren alle Gehäuse Teile lackiert. Und man musste richtig Zeit aufwenden um überall wo Übergänge stattfinden auch eine gute Leitbarkeit herrscht. Topp wäre vermutlich so etwas wie ein Fingerstock.. aber wie bewerkstelligen? Auf alle Fälle zeigt es uns, dass hier noch massiv an Schirmung möglich ist und auch notwendig, will man mehrere Pfeifstellen elimieren. Denn diese kommen dann in den Oberen Bändern immer wieder vor..zwar abgeschwächt, aber immer noch lauf genug.

Also haben wir da noch etwas Arbeit.

Gruss
Reto

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Antw:Abschirmungen auf den Leiterplatten und Störgeräusch bei 14120kHz
« Antwort #26 am: 26. Februar 2019, 08:42:23 »
genau Reto, ein Fingerstock wäre die ideale Lösung!
Aber ob man das im Nachhinein noch hineinbekommt?

Ich versuche es erst mal mit einzelnen 45° Kupferwinkeln
alternativ könnte man auch Abschirmgeflecht zwischen Abschirmblech und Gehäusewand stopfen  ::)

Leider habe ich meinen Tulipan zuhause liegengelassen - im QRL könnte ich jetzt das Gehäuse ruck zuck
mit dem Fingerschleifer innen blank machen.... mache ich morgen.


Offline hb9trt

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« Antwort #27 am: 26. Februar 2019, 14:01:37 »
Ja, das mit dem Fingerstock war so eine Idee, aber mir war auch klar, dass das nicht einfach sein würde.
Ich denke, die Massnahmen die Du vorhast müssen eine Ergebnis bringen. Da ich noch mit dem SParrow beschäftigt bin, kann ich da noch nicht viel weitermachen.

Gruss
Reto

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« Antwort #28 am: 26. Februar 2019, 14:07:11 »
Stichwort SParrow, da sollte man das eigentlich auch machen!
Ist ja das gleiche Prinzip vom Gehäuse her.... nur zwitschert der von Haus aus weniger
« Letzte Änderung: 27. Februar 2019, 09:59:58 von Gast »

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Antw:Abschirmungen auf den Leiterplatten und Störgeräusch bei 14120kHz
« Antwort #29 am: 27. Februar 2019, 12:18:40 »
Habe jetzt das Tulipan-Gehäuse mit dem Dremel bearbeitet.
Die Nuten und Kanten jeweils blank gemacht so dass die beiden Gehäusehälften über die gesamte Breite elektrisch miteinander verbunden sind.
Weiter habe ich im Oberteil entlang der Line wo das Abschirmblech zwischen UI und DSP liegt alles blank gemacht. Hier konstruiere ich dann noch
eine Art Fingerstock damit das Abschirmblech niederohmig am Gehäuseoberteil anliegt.
Zuletzt dann noch die Seiten der Gehäuse an denen die beiden Deckel links und rechts anliegen blank gemacht damit die Deckel ebenfalls
niederohmig am Gehäuse anliegen.

Messungen haben gezeigt dass die obere Gehäusehälfte "ab Werk" nicht an GND/Schaltungsmasse liegt!
Das Eloxal isoliert nahezu perfekt.... für HF natürlich ganz schlecht.
Ich hoffe heute Abend ein positives Ergebnis zu sehen.


EDIT:
baue gerade zusammen - erste Beobachten lassen hoffen das die Aktion nicht umsonst war!
« Letzte Änderung: 27. Februar 2019, 17:28:30 von Gast »